1839 185-jähriges Jubiläum 2024
Joseph Löw´sche Zeichnung um 1840
"BAD KREMS"
Erste Kaltwasser = Heilanstalt
Österreichs ob der Enns
Eröffnet am 15. Julius 1839 durch den Gastgeber Justin Strasser
nächst
Micheldorf im Traunkreise
Mit freundlicher Genehmigung zur obigen Abbildung-Publikation durch
Herrn Vorstand
DI Martin Osen
Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege
Obmann
Verein zur Pflege und Erhaltung der Kulturgüter der Sensenschmiede
OÖ. Sensenschmiedemuseum Micheldorf
"Bad Krems", häufig "In der Krems" genannt, ....
Gmundner Wochenblatt.
Bericht von Franz Steindl, praktischer Arzt
und Mitglied des österreichischen Alpenvereines
Dinstag den 3. Jänner 1865
(Österr. Nationalbibliothek)
Die Falkenmauer im Kremsthale
Der Tourist.
Organ für Natur- und Alpenfreunde
Wien 1873
(Kais.Kön.Hof-Bibliothek)
Neuerrichtete Kaltwasser = Heilanstalt nächst Micheldorf im Traunkreise.
Am 15 l. M. hat der Unterzeichnete seine neu erbaute Anstalt, welche nach dem Muster der Gräfenberg´schen eingerichtet ist, eröffnet. Es wird unter den zahlreichen Anstalten dieser Art, welche in dem kurzen Zeitraume von wenig Jahren in Europa, vorzüglich aber in Deutschland errichtet worden sind, kaum eine geben, deren Erscheinen von den nähern, und einem großen Theile von entfernteren Bewohnern mit so ungetheiltem Beifall und an Enthusiasmus grenzender Theilname aufgenommen worden wäre, als es bei der in Rede stehenden der Fall ist. Zwar fehlte es in dieser Gegend nicht an Localitäten zum Baden im kalten Wasser, da diese jedoch vorzugsweise andern Leuten gewidmet sind, so war eine umfassende und genügende Adaptirung derselben zum Heilzwecke unthunlich, daher sie, anstatt einem schon gewecktem Bedürfnisse abzuhelfen, vielmehr nur dazu dienten, dieses noch fühlbarer zu machen.
Dem allgemeinen Wunsche eines Publicums zu entsprechen, welches durch mehrere von dem k. k. Bezirksarzte zu Kirchdorf, Hrn. med. Dr. v. Pflichtenheld, auf diesem Wege, ungeachtet so mangelhafter Behelfe, glücklich bewerkstelligte Curen sein volles Zutrauen diesem Heilzwecke bereits zugewendet hat, entschloß sich der Unterzeichnete um so williger, eine vollkommen und zweckmäßig eingerichtete Heilanstalt in dem anmuthigen Kremsthale an der Quelle dieses aus dem Breitenberge nächst Micheldorf zwischen Kalksteinfelsen entspringenden Flüßchens zu erbauen, als der ob genannte Hr. Bezirksarzt die Nachsicht persönlich pflegen zu wollen sich erklärt hat, wodurch den Besuchern dieser Anstalt eine durch Erfahrung bereicherte rationelle Behandlungsweise verbürgt wird.
Die Anstalt befindet sich am rechten Ufer der Krems, hundert und fünfzig Klafter unterhalb ihres Ursprunges, woher durch eine Röhrenleitung das Wasser der mit einem Falle von vier und zwanzig Fuß versehenen Douche den Bädern und dem Brunnen zugeführt wird.
Das mit seiner Fronte dem Sonnenaufgange zugekehrte Wohnhaus hat bis jetzt vier verwendbare Wohnungen im Erdgeschoße, welche stets nach individuellem Wunsche eingerichtet werden können, und diese Bequemlichkeit darbieten, daß jeder derselben ein abgesondertes Badezimmer in der Art beigegeben ist, daß die Wohnzimmer eine Reihe des Gebäudes, die Badezimmer ab die andere bilden. Die Douche ist 10 Schritte von dem Wohnhause entfernt, und es kann der Wasserstrahl mittelst eines einer einfachen Vorrichtung von 3 Zoll bis auf ein 1/2 Zoll Durchmesser vermindert werden. Das Wasser hat eine ungemein selbstständige Temperatur, da es in den heißesten Sommertagen nicht über + 8 1/2° R. steigt, im Winter aber nicht unter + 6° R. fällt. Eine dem Zwecke entsprechende Kost wird in der Anstalt bereitet, und um ein Billiges verabreicht. Wer die Anstalt mit eigener Gelegenheit besucht, kann diese im Gasthofe des Gefertigten unterbringen. Jene, welche ihren Aufenthalt im Orte zu nehmen vorziehen, erhalten eben daselbst Wohnungen für die Dauer der Curzeit, und können mittelst Stellwagen zu der eine halbe Stunde entfernten Anstalt befördert werden.
Eine gesunde, sauerstoffreiche Gebirgsluft, die romantischen Ansichten des ganzen aus Hügeln, Alpen und Felsenmauern gebildeten Kremsthales, in welchem die beiden verschwesterten Ortschaften Micheldorf und Kirchdorf liegen, deren Bewohner sich durch Gewerbsfleiß und Betriebsamkeit, so wie durch ihren großen und biederen Charakter, die noch unter ihnen weilende altdeutsche Gastfreundschaft und ein zuvorkommendes Benehmen gegen Fremde auszeichnen, dürften einem Jeden, dessen durch Geschäfte oder Verhältnisse gedrückter Geist einer Erheiterung und Erhebung zur Unterstützung der Körperskräfte so sehr bedarf, nicht genug zu beachtende Momente bei der Auswahl eines Ortes zur Erlangung der verlorenen, oder Herstellung der geschwächten Gesundheit darbieten.
Durch die ihre Anlage einer fast augenblicklichen Erweiterung fähige Anstalt, so wie die Weitläufigkeit seiner Gasthofsgebäude setzen den gefertigten in den Stand, unbedingte Aufnahme zuzusichern, nur gibt er sich Ehre aufmerksam zu machen, daß niemand ohne Vorweis eines von einem bewährten in= oder ausländischen Hrn. Heilarzte ausgestellten Zeugnisses, oder einer von dem Hrn. Dr. v. Pflichtenheld rührenden Aufnahmsbewilligung zur Cur zugelassen werden dürfe.
Micheldorf, am 17. Julius 1839. Justin Strasser, Gastgeber.
Entwicklung ~ Transformation der neuen Curstatuten, etc.
auf Landes-, resp. Gemeindeebene
Gesetzlicher Werdegang nach der Revolution von 1848/1849
Prießnitz in Gräfenberg
1836 Dr. Kröber
Handbuch der Balneotherapie
für practische Ärzte
Beschreibung Hydrotherapie - Thermische & Mechanische Effecte
Nennung Inter- und nationale Wasserheilanstalten
1888 Dr. R. Flechsig
Franzisco-Josephinische Landesaufnahme
(1869 - 1887)
Badhausensemble - Kremsthal
Historischer Lageplan ~ Kartendarstellung mit "Badzuber"
(aus althochdeutsch abgeleitet: "zuo-amber")
Franzisco-Josephinische Landesaufnahme
(1869 - 1887)
Kurflächen- und Gebäudedarstellungen des Angeländes aus der
Gründungs- und Blütezeit der Heilanstalt "Bad Krems" ~ 1840 - 1860
Detail historischer Lageplan
Badhausensemble ~ Wasserkuranstalt "Bad Krems"
Habsburgermonarchie ~ Franziszeischer Kataster
(Urmappe Land Oberösterreich)
Badhaus - Gebäudeensemble
Grafische Darstellung im Vorabzug
Örtliche Real-Einmessung (Katastervermessung)
Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
Gerichtsbezirk Kirchdorf an der Krems
(Katastralmappe; KG 49116 Obermicheldorf Oberösterreich)
Badhaus - Gebäudeensemble
Datenbestand 1978-04 1:2880 Bl.7 D 1050 d
Koordinatenursprung:
Gusterberg (bei Kremsmünster)
Badhaus - Gebäudeensemble
Grafischer Datenbestand 1995
Bad- und Gasthaus Kremsursprung
Restauration um 1912
Bad- und Gasthaus Krems-Ursprung
Restauration um 1899
Justin Strasser
Gründungsinhaber und Unternehmer
der
Neuerrichteten Kaltwasser = Heilanstalt nächst Micheldorf im Traunkreise
Eröffnet am 15. Julius 1839
Die beiden Gründer
der
Ersten Kaltwasser - Heilanstalt Österreichs ob der Enns
in
Micheldorf in Oberösterreich
Ärztliche Leitung und Ordination
Dr. Ludwig Wokurka Edler von Pflichtenheld
* 10. Dezember 1802 + 30. Jännner 1862
k.k. Bezirksarzt Kirchdorf (Pernstein)
späterer k.k. Kreisarzt Steyr
Bayerische StaatsBibliothek
Inhaber der Heilanstalt und des Gasthofes Zur Sense
Justin Strasser
* 7. August 1807 in Kirchdorf + 1860
Gemeinderat in der 1. Gemeindevertretung
Micheldorf im Traunkreise
und des
eingerichteten
Wannen-, Sturz-, Tropf- und Regenbades
samt
Bewirthung und Beherbergung von Gästen
Auszug
Album der Elisabeth-Westbahn von Wien bis Linz.
des
Dr. F. C. Weidmann
Nationalbibliothek in Wien 1859
Das
"Bad" Micheldorf
als
Wasserkur - Heilanstalt im Traunviertel
im Erzherzogthum Oesterreich
eröffnet im Sommer 1839
oder die
natur - medizinisch und akademisch - systemisch geführte
Erste Kaltwasser - Heilanstalt Österreichs ob der Enns
nach
Vincenz Prießnitz zu Gräfenberg
und
Monsignore Sebastian A. Kneipp in Bad Wörishhofen
Sebastian-Kneipp-Akademie als überregionales Bildungszentrum
des Kneipp-Bundes e.V. in Bad Wörishofen
... ; am gegenüberliegenden Thurnhamberge sind noch einige Trümmer der Burg Schollenstein sichtbar.
Von Micheldorf aus, dem Laufe der Krems entgegen wandernd, gelangt man durch ein stilles Thal bis an den
Fuß der Gebirge an der wohl zu wenig gewürdigten Kaltwasser=Heilanstalt vorbei zum Kremsursprunge.
Auszug
Hall in Oberösterreich
und seine
brom- und jodhältigen Sollquellen.
Zum
Gebrauche für Curgäste
von
Josef Netwald,
Doktor der Medizin
, ständ. Bade-und Brunnenarzte und Direktor der ständ. Curanstalt daselbst, ...
1857.
Kais.Kön.Hof-Bibliothek
Krems - Ursprung.
- eine Einschichte mit 1 Gasth., 4 Zimmer, ... . Zu Krems-Ursprung wird der Kremsfluss, 5.8°R.,
... zu einer Kaltwasser-Heilanstalt mit Douchen benutzt; spärlich, nur von der Umgebung besucht.
Auszug
Die
Heilquellen und Kurorte
des
oestreichischen Kaiserstaates
und Ober-Italien
Nach ämtlichen Mittheilungen
bearbeitet von
Dr. Aug. Freiherrn von Härdtl
... Badearzt zu Badgastein, Mitglied des Doctorencollegiums
und der k.k. Gesellschaft der Aerzte zu Wien.
Wien 1862.
"..... Höher aber, wo der Fuß der Alpen in´s Tal rückt und die Krems aus rauhem Urgestein hervorsprudelt, steht ein einsames Badhaus. - Die Idee, hier eine Kaltwasserheilanstalt zu gründen, ist eine höchst glückliche, denn das Thal überströmt von frischestem, stärkendstem Wasser. ....., aber es müßte ein leitender Arzt zur Stelle sein, der das Geschäftliche in die Hand nähme. Woher soll der Ruf eines Bades kommen, wenn kein gefälliger Journalist die Heilkräfte desselben ausposaunt, keine medicinische Zeitung Lärm schlägt, .....
Aus der Krems ließe sich eine ordentliche Kaltwasserheilanstalt schaffen, etwa zur Nachkur, wenn der Patient die Haller Jodquelle benützt hat. Die Preise, welche man im Badehaus für Wurst und Käse jetzt schon zahlt, prädestinieren die Krems zum Weltbad."
Auszug
Waldheim´s Illustrirte Blätter
Chronik der Gegenwart, Familienblatt zur Unterhaltung und Belehrung
Belletristisch=politische Wochenschrift
Wien 1866.
Verlag von R. v. Waldheim.
Ein Wegweiser
Ursprung des Kremsflüßchens, wo sich eine Kaltwasser = Heilanstalt befindet ...
Buch
Reisegefährte durch Ober = Oesterreichs Gebirgslandschaft.
Linz und seine Umgebung, durch das Salzkammergut nach Ischl und Salzburg.
Nebst Ausflügen nach Gastein, Aussee, Spital am Phyrn und einem großen Theil des Traunkreises.
von
Julius R. von Schröckinger - Neudenberg
1846
Eingesendete Schilderung
Die Kaltwasser = Heilanstalt im Traunkreise ...
Allgemeines = Anzeigeblatt für technische Literatur, Industrie, Handel, Künste und Gewerbe
III. Jahrgang No 64. Beilage zum inner=österreichischen Industrie= und Gewerbe=Blatte
11. August 1841
als historische Patienten- und Tourismuswerbung
Physisch - medicinische Hinsicht
Diese erst im Laufe des Sommers 1839 eröffnete Badeanstalt ...
Medicinische Jahrbücher
des kaiserl. königl. österreichischen Staates.
Unter Mitwirkung mehrerer Ärzte und Naturforscher fortgesetzt
von
Dr. Joh. Nep. Ritter von Raimann
1841
Der Traunkreis des Landes ob der Enns, in physisch - medicinischer Hinsicht dargestellt
von
Dr. Carl Ozlberger
k.k. Kreisarzte zu Steyr
1841
Vermischte Anzeigen
Die Kaltwasser = Heilanstalt zu Micheldorf im Kremsthale ...
Innerösterreichisches Industrie = und Gewerbe = Blatt
zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse für alle Stände.
von
Carl von Frankenstein
1842
Justin Strasser
1842
Indication des Establissements Hydriatiques.
Micheldorf, dans le cercle de Traun, founde en 1839 ...
Dleau sous le rapport hygienique et medical,
ou
de Lhydrotherapie,
Par. H. Scoutetten.
Chevalier de la Legion dhonneur, Docteur en Medecine, Premier Professeur et Chirurgien ...
Paris
Strasbourg
1843
Hydrotherapeutic Establishments.
Micheldorf, ... Upper Austria.
Hydrotherapia;
or,
the Water Cure.
A Discription of Grafenberg,
and the System there, as practised by Vincenz Priessnitz.
by
Thomas Smethurst, M.D.
London
1843
Ein Wort zu seiner Zeit
Kaltwasserheilanstalten. Im österreichischen Kaiserstaate. Oberösterreich.
Micheldorf im Traunkreise 1839. Dr. Pflichtenheld.
Das frische Wasser
als vorzügliches Beförderungsmittel der Gesundheit
und
ausgezeichnetes Heilmittel in Krankheiten.
Joh. Bapt. Groß
k. k. österr. Regierungsrath
Wien
München
1842
Ankauf Badhaus Kremsursprung 1914
Pulvermacherin Anna Schlager
Schreiben rechtsfreundliche Vertretung
Hof- u. Gerichtsadvokat Dr. Richard Eisendle
Klubprotokolle der Christlichsozialen und Großdeutschen
1918/19
Lothar Höbelt * Johannes Kalwoda * Johannes Schönner (Hg.)
Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien
der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Salzburg (Band 80)
2022
Sondierungsgrabung, Freilegung und Wiedereinfassung
der Kaltwasserheilanstalt - Ordinationsquelle
Fotoarchiv - MPM seit 1637
Im Zuge der vorhandenen Bausubstanzsicherung und Konservierung(Sanierung) der historischen Kaltwasser - Heilanstalt, respektive des Zubaues des Barbaraturmes erfolgte nach schichtweiser Sondierung samt sensibler Erdreichsichtung(-siebung) die Wiederfreilegung und Neueinfassung der verschütteten, originalen Quelle des in Holzbauweise errichteten Ordinationsgebäudes (; Praxis des Mitbegründers und ärztlichen Leiters der Heilanstalt k.k. Bezirksarzt Dr. Ludwig Wokurka Edler von Pflichtenheld).
Hierbei von mir sichergestellte medizin-archäologische Fundobjekte, wie Teile eines originalen, gestempelten Selters- Heilwasserkruges (Quelle in Niederselters 19. Jahrhundert) aus dem Herzogthum Nassau habe ich unter anderem korrekterweise als Leihgabe dem damaligen Bürgermeister der Marktgemeinde Micheldorf zu Ausstellungszwecke für die Bevölkerung übergeben. Karl Mittermayr Ing.
Oberirdischer Bestand der Kaltwasserheilanstalt 1961
Holz-Steingründung Ordinationsbauwerk (Arztpraxis)
(Unterirdisches Fundament im Bestand konserviert)
und (Gewölbe-)Erdkeller
Fotoarchiv - MPM seit 1637
Glockengiesser Grassmayr
Einladung
Archiv - MPM seit 1637
Moment des Glockengusses
in Innsbruck
am 7. Dezember 2000 um 15 Uhr
Fotoarchiv - MPM seit 1637
Technisches Museum Wien
Leihgabe Binärmischwerke zur allfälligen Ausstellung
Archiv - MPM seit 1637
Micheldorfer Pulverer
Er- und Einrichten einer Arbeitsstätte
Fotoarchiv - MPM seit 1637
Pulfermühle Bernstein. - Michelndorff.
Kupferstich um 1650
1610 im Standort Pernstein
Pulvermacher
Peter Kindler
OÖLA G.VIII. Gewerbe und Handwerksordnung (4.)
Band 816 Nr.5 Seite 128
Pulfermühle Michelndorff
vor 1637
(allfälliger ehemaliger Standort am historischen Ortskernrand)
Historisches Pulverhaus (oberhalb Nr. 25)
und Pulverthurm (Nr. 22)
(Lage - planliche Darstellung im Franziszeischen Kataster Micheldorf um 1825)
Europäisches Staats = Titular = Buch
1709
Wörter = Buch der Teutschen Sprache
1712
Oberösterreichische Weistümer
1956
Pulverwerk Innerkrems
1646 im Standort Kremsner Forst
Pulvermacher zu Mühlndorff
Pulvermacher Hannß Khienler
Karl Mittermayr - OÖLA
Heimatforschung 1998
Ab 1845 erweitert im Standort Kremsursprung
Familie
Sieghartsleitner - Schlager - Mittermayr
Pulvermachers Dienstsiegel
k. u. k. Doppelmonarchie
Subrepartizions=Buch
Mathias Sighartleuthner
und Eheweib Klara.
3. Juny 1845
heutige Adresse
In der Krems 13, 4563 Micheldorf in OÖ.
vulgo
Häberlhäußl bey der Krems, Überländ
Urmappe Land Oberösterreich
(Franziszeische Kataster)
Häberllehen bey der Krems, Überländ
(Wohnhaus Pulvermacher Leopold Schlager jun. und Ehefrau Margarethe)
Autarke kleinbäuerliche Wohn- und Wirtschaftseinheit
Ursprünglich zentral im Kremsthal gelegene Bauparzelle 50 in schützendem Steinmauerwerk umgeben mit den Parzellen 386
mit hydromotorisch betriebenen Pulverpochwerken in leichter Holzbauweise 51 und 52, Wiesen und Äckern 385 und Wald 384
Häberl
Berufsübername mit dem Kosesuffix -l zu mittelhochdeutsch haber (Hafer) für einen Haferbauern oder Haferhändler, der nach dem von ihm angebauten bzw. verkauften Getreide benannt wurde; auch Wohnstättenname für jemanden, der bei einem Haferfeld wohnte
Auszug Schreiben
rechtsfreundliche Vertretung der Pulvermühle
Dr. Richard Eisendle, Hof- u. Gerichtsadvokat
an die
Pulvermacherin Anna Schlager
3. Juni 1916
Bestandsaufnahme
Amt der o.ö. Landesregierung, Abt. U-GS
Wasserbuchpostzahl 133
1995
Geburts= und Tauf-Schein.
Leopold Schlager
Werksleiterzeugnis
Pulverwerk Anna Schlager
Pulvermacher Leopold Schlager
Pulvermacher Leopold Schlager jun.
mit 14 Jahren Landwirtschafts- und Sägearbeiter
mit 17 Jahren Pulverarbeiter
(auch im Kornwerk an der Pulverpresse)
mit 22 Jahren Pulverwerksleiter
Teilhaber des Pulver- und Sägewerkes Micheldorf
Fotoarchiv - MPM seit 1637
Geburtshaus Pulvermacher Schlager Leopold jun.
Wohnhaus seiner leiblichen Ur - Groß - Eltern
(Aufnahme zur Zeit als Werksleiter Ende 1920´er / Anfang 30´er)
Weiteres ehemaliges Wohnhaus der
Sieghartsleitner´ischen Pulvermacher Innerkrems
samt historischem Innhäußl (links) und ehemaliger Säge (mitte)
Karten-/Fotoarchiv - MPM seit 1637
Pulver- und Sägewerk Micheldorf
Neuerrichtung eines Pulverlagers
Fotoarchiv - MPM seit 1637
Pulver- und Sägewerk Micheldorf
Neuerrichtung eines Pulverlagers
Werksleiter i.R. Leopold Schlager bei Vornahme des Augenscheines/Baufortschrittes des projektierten Depots
(Freigabe/Abnahme/Dokumentation der Gewölbeschalung, Dichtheit und Bewehrungsvorbereitung, etc.)
Fotoarchiv - MPM seit 1637
Pulvermühle Micheldorf
Kornwerk in Ausblasebauweise
(Objekte Va und Vb)
Fotoarchiv - MPM seit 1637
Pulver- und Sägewerk Micheldorf
Micheldorfer Pulverer, Köhler und Säger nach produktiver Arbeit
(gesamt bis zu 44 Arbeitnehmer:innen bei voller Auslastung)
Die jeweilige Schichteinteilung der Mitarbeiter:innen im Werk war auch über die behördlich
vorgeschriebene Berufskleidung abzuleiten, wie zum Beispiel das Tragen der geprüften,
antistatischen Sicherheitsstiefel bei Pulvererzeugung, Stahlkappen-Halbschuhwerk im Säge-,
Tischler-Kistenmachereibetrieb/Instandhaltung oder Standard-Schaftstiefel in der Köhlerei.
Fotoarchiv - MPM seit 1637
bewährte Unternehmensmitarbeiter:innen von rechts:
Hr. Huemer Julius
Hr. Schellmann Hans
Hr. Hödl Franz
Hr. Brandstetter Ferdinand (Köhler)
Hr. Zederbauer Leopold
Hr. Weber Ernst (Instandhaltung/Maurer)
Fr. Grill Maria
Zu Besuch bei unsrem Nachbarn Herrn Ernst Kammerhuber, Baufacharbeiter i. R.
(wirkte maßgeblich bei der realen baulichen Ausführung des o.a. Kornwerkes mit)
Fotoarchiv - MPM seit 1637
Pulverwerk Anna Schlager
~
Klubprotokolle der Christlichsozialen und Großdeutschen 1918/19 (2022)
Österreichische Pulvermühlen in der Monarchie
(Staats-Monopol ~ Stand Mitte 19. Jahrhundert)
Private Pulverfabrikanten mit Verpflichtung zur Abgabe an die Militär-Verwaltung:
Österreich unter der Enns
Lichtenwörth, Petersbaumgarten, Felixdorf, Hohenaich 2, Hardegg und Haag
Österreich ob der Enns
Aurolzmünster, Schleißheim, Micheldorf (letzte in Österreich 2. Republik), Steierling, Forstenau und Glasenbach 2
Steiermark
Feistritz 2, Mitterndorf, Gersdorf, Werndorf, Gösting, Uebelbach, Feldkirch, Lankowitz, obere Andritz
Kärnthen
Haltendorf, Himmelberg, Herzendorf, Reifnitz
Krain
Soufstru
Tirol
Jügen, Kematen, Achenthal, Gnadenwald, Achenrain, Pillersee, Ziano 2
Böhmen
Stiechowitz 2
Mähren
Adamsthal 2, Womnitz, Eichhorn, Wladislau, Dukowan
Galizien
Kulkorz
Ungarn
Altofen, Paillenstein, Kaschau, Eperies, Rodwan 7, Neusobl 5, Nagybanya
Siebenbürgen
Kiesalu, Hermannstadt 2
Aerarial-Pulverfabriken im lombardisch-venetianischen Königreich:
Lambrate, Fiera
Das erzeugte Pulver wurde teils an das Militär abgegeben, teils an Private verkauft.
Der größte Verbrauch fand jedoch bei den Bergwerken statt.
Nachfolgende Forschungsergebnisse widme ich
dem Steyrlinger und ehemaligen Dienstvorgesetzten
Herrn Oberst Alfred Piberhofer
Pionieroffizier und "Jaga vom Tragl"
in hochschätzender und kameradschaftlicher Erinnerung
k.k. autorisiertes Pulverwerk Steyrling (Steierling)
Gründung und Errichtung der Pulvermühle am Traglbach im Jahr 1654
Lage - planliche Darstellung mit Wegmodifizierungen
im Franziszeischen Kataster Steyrling um 1826
Lage - planliche Übersichtsdarstellung
im Franziszeischen Kataster Steyrling um 1826
Lage - planliche Darstellung der Erzeugungsstätten
im Franziszeischen Kataster Steyrling um 1826
Lage - planliche Darstellung des Pulvermacherhauses (Nr. 46)
samt weiterer Nebenanlagen - Franziszeischen Kataster Steyrling
Pulvermacherin Therese Moser
Moserwerkstatt am grünen Anger 1861
Erzeuger von Schiesspulver (Classe 4)
k. k. Pulvermacherin Theresia Redtenbacher in Steyrling
- per Jahr 1886 -
Werksvorrichtungen ebenda:
a.) 1 Salpetermagazin
b.) 1 Salpeter- und 1 Kohlenzerkleinerungswerk
c.) 3 Pulvermischwerke
d.) 1 Körnwerk
(Kuchenpresse, Körnmaschine, Schrotzylinder, 5 Rundiermaschinen)
e.) 1 Glättwerk (4Tonnen)
f.) 1 Trockenhaus
g.) 1 Pulvermagazin
h.) 9 Wasserräder
Produziert wurden zu diesem Zeitpunkt ~ 250 Metercentner Scheibenpulver
Metrischer Zentner (Meterzentner) ist die Bezeichnung für ein Gewicht von 100 kg
mit 9 Pulverer
k. k. priv. und conc.
Erste oberösterr. Sprengmittel - Fabrik
Erzeuger von Sprengmittel (Classe 4)
Director Franz Redtenbacher in Steyrling
k. k. priv. und conc. Pulverfabricant
- per Jahr 1886 -
Produziert wurden zu diesem Zeitpunkt ~ 200 Metercentner
Metrischer Zentner (Meterzentner) ist die Bezeichnung für ein Gewicht von 100 kg
mit 2 Arbeiter
Collaudierungs - Protokoll
Redtenbacher - Moser´sches
Pulverwerk Steyrling
5. Mai 1894
Commissions Protokoll - Auszug
vom 6. Oktober 1881
"Inkognito-Visite"
durch die Sieghartsleitner´ischen Pulvermacher der Innerkrems
im neuen Redtenbacher Pulverwerk Steyrling betreffs vermuteten
Nachbau deren innovativen Micheldorfer Mischwerke (1857)